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Es sind oft ästhetische Bedenken, die Betroffene zögern lassen, zum Kiefer- orthopäden zu gehen. Denn Er- wachsene schrecken eher als Jugend- liche vor auffälligen Zahnspangen zurück, die monate oder gar jahrelang die Lust am Lächeln schmälern.
Kieferorthopäden haben daher in den vergangenen Jahren intensiv Möglichkeiten zur unauffälligen Zahnkorrektur erforscht. Die Lingualtechnik etwa erlaubt es, die von festsitzenden Zahnspangen bekannten metallenen Brackets nicht auf der Außen- seite der Zähne anzubringen, sondern auf der der Zunge zugewandten Zahnseite.
Inzwischen könnten mit Hilfe der Lingualtechnik alle Fehlstellungen wie Lücken, Engstände oder gedrehte Zähne behandelt werden wie mit den her- kömmlichen Brackets. Patienten, die vor einer festsitzenden Spange zurück- schrecken, können sich die Zähne auch mit herausnehmbaren Plastikschienen, so genannten Alignern, korrigieren lassen. Die von der Firma Align Technology ent- wickelten Schienen sind nahezu unsichtbar, müssen allerdings zum Essen heraus- genommen werden. Beim Sprechen stören sie dagegen nach einer kurzen Eingewöhnungszeit nicht mehr. Damit die Aligner die Zähne mit sanftem Druck Mikrometer um Mikrometer verschieben können, ist es notwendig, sie mindestens 22 Stunden am Tag zu tragen. |
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